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Sonnets 090
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



XC.

So hasse mich denn, wann du willst ; gleich nun,
Jetzt, da die Welt mich kreuzt in meinen Taten:
Hilf dem Verdruß des Glücks mir weh zu tun,
Und triff nicht spät mich mit verspartem Schaden.

Ach komm, wenn ich entronnen diesen Dolchen,
Im Nachtrab schon bezwungner Sorgen nicht!
Laß keinen Regentag auf nächt’ge Stürme folgen,
Daß ich versiech’ am vorgemischten Gift.

Willst du mich lassen, laß mich nicht zuletzt,
Wenn schon die andern kleinen Schmerzen schweigen:
Im Anlauf komm! Dann auf einmal versetzt
Das Glück den schärfsten mir von seinen Streichen;

Und Qual, die jetzt wie Qual mir scheint, entweicht,
Zerschmilzt, wenn dein Verlust sich ihr vergleicht.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 090 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 090 - von ZaunköniG - 18.04.2023, 10:24
RE: Sonnets 090 - von ZaunköniG - 21.12.2025, 08:05

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