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Sonnets 077
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



LXXVII.

Dein Spiegel zeigt dir deiner Schönheit Flucht;
Die Uhr, wie schnell die edlen Stunden schwinden:
Das weiße Blatt hegt deines Geistes Frucht,
Und diese Wissenschaft kann dir dies Buch verkünden.

Die Runzeln, die dein Spiegel wahrhaft zeigt,
Sie werden dich an offne Gräber mahnen:
Und wie des Weisers Schatten vorwärts schleicht,
Läßt er der Zeiten Drang zur Ewigkeit dich ahnen.

Was dein Gedächtnis nun nicht bergen kann,
Wirf es in diese Tafeln, und du findest
Wie du die Kinder, die dein Hirn ersann,
Durch Seelenwiedersehn dir neu verbindest.

Gebrauch’ es so! Mit jedem Blicke steigert
Sich dein Gewinn, und wird dein Buch bereichert.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 077 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 077 - von ZaunköniG - 12.04.2023, 19:19
RE: Sonnets 077 - von ZaunköniG - 21.11.2025, 07:25

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