13.11.2025, 08:17
Bannstrahl
Anfang Juni 1903
Du bist durchschaut: Du jubelst, wenn ich leide!
Du sähst am liebsten mich auf glühn’den Kohlen!
Du hast mir Monde Freiheit schon gestohlen,
Denn meine Knechtschaft ist dir Augenweide.
O giftgeschwoll’ne Kröt’ voll Haß und Neide,
Hör’ meinen Richtspruch frank und unverhohlen:
Hast du die Macht gleich, trät’ ich dich mit Sohlen,
Wenn nach dem Werte man uns wöge beide!
Doch diesen Bannfluch schleudr’ ich dir entgegen,
Und mög’ er treffen dich um meinetwegen,
Wie des Verworf’nen Haupt des Teufels Segen:
Wann einst mein Name glänzt ob den Zypressen,
Soll’n deinen schnöden Staub die Würmer fressen,
Samt Hirn und Herzen – die du nie besessen!
Anfang Juni 1903
Du bist durchschaut: Du jubelst, wenn ich leide!
Du sähst am liebsten mich auf glühn’den Kohlen!
Du hast mir Monde Freiheit schon gestohlen,
Denn meine Knechtschaft ist dir Augenweide.
O giftgeschwoll’ne Kröt’ voll Haß und Neide,
Hör’ meinen Richtspruch frank und unverhohlen:
Hast du die Macht gleich, trät’ ich dich mit Sohlen,
Wenn nach dem Werte man uns wöge beide!
Doch diesen Bannfluch schleudr’ ich dir entgegen,
Und mög’ er treffen dich um meinetwegen,
Wie des Verworf’nen Haupt des Teufels Segen:
Wann einst mein Name glänzt ob den Zypressen,
Soll’n deinen schnöden Staub die Würmer fressen,
Samt Hirn und Herzen – die du nie besessen!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

