09.11.2025, 03:26
Des Dichters Rache
Anfang Juni 1903
O glaub nur nicht, ohn’ Waffen sei der Dichter,
Jedweder Motte machtlos preisgegeben;
Es ist das Wort sein gutes Schwert im Leben,
Mit ihm ist er des Gnomenpacks Vernichter.
Zwar fehlt wohl dir ein Nürnberger Trichter,
Daß du begriffest: mich betrifft es eben;
Doch liest’s vielleicht ein guter Freund daneben,
Der sagt’s dir schon, daß du von dem Gelichter.
Laß dann dein Gift auf mich herniederhageln!
Zerstampfst als Vieh du meines Geistes Anger,
Ich stell’ dafür dein Schandbild an den Pranger.
Mich soll es freun, zum Spott und Warnexempel
Für spät’ste Zeit, an meiner Zukunft Tempel
Wie eine Fledermaus dich festzunageln!
Anfang Juni 1903
O glaub nur nicht, ohn’ Waffen sei der Dichter,
Jedweder Motte machtlos preisgegeben;
Es ist das Wort sein gutes Schwert im Leben,
Mit ihm ist er des Gnomenpacks Vernichter.
Zwar fehlt wohl dir ein Nürnberger Trichter,
Daß du begriffest: mich betrifft es eben;
Doch liest’s vielleicht ein guter Freund daneben,
Der sagt’s dir schon, daß du von dem Gelichter.
Laß dann dein Gift auf mich herniederhageln!
Zerstampfst als Vieh du meines Geistes Anger,
Ich stell’ dafür dein Schandbild an den Pranger.
Mich soll es freun, zum Spott und Warnexempel
Für spät’ste Zeit, an meiner Zukunft Tempel
Wie eine Fledermaus dich festzunageln!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

