08.07.2024, 09:43
In Übersetzung von
Peter Cornelius
1824 - 1874
An Laura
Kaum sah ich Dich, so fühlt' ich Flammen sprühen;
Aus fremdem Auge schien mir's traut entgegen,
Und heimlich Roth sah Deine Wang' ich hegen
Gleich Rosen, wachgeküßt vom Tag, dem frühen.
Kaum hob Dein Sang an, fühlt' ich Thränen glühen,
Und mir dein Lied, so tief das Herz erregen,
Als tönt ihm aus der Höhe Engelsegen,
Als sollt ihm alle Seligkeit erblühen.
O laß mich, Theure, Dir im Aug' erkennen,
Ob Liebe ihre Macht an dir erprobet!
Und muß ich, wenn Geschick und Welt uns trennen,
Dich fliehn, von Gluthen hoffnungslos durchtobet:
Wer dich auch Braut hienieden möge nennen,
Im Himmel hat Dich Gott mir anverlobet.
.
Peter Cornelius
1824 - 1874
An Laura
Kaum sah ich Dich, so fühlt' ich Flammen sprühen;
Aus fremdem Auge schien mir's traut entgegen,
Und heimlich Roth sah Deine Wang' ich hegen
Gleich Rosen, wachgeküßt vom Tag, dem frühen.
Kaum hob Dein Sang an, fühlt' ich Thränen glühen,
Und mir dein Lied, so tief das Herz erregen,
Als tönt ihm aus der Höhe Engelsegen,
Als sollt ihm alle Seligkeit erblühen.
O laß mich, Theure, Dir im Aug' erkennen,
Ob Liebe ihre Macht an dir erprobet!
Und muß ich, wenn Geschick und Welt uns trennen,
Dich fliehn, von Gluthen hoffnungslos durchtobet:
Wer dich auch Braut hienieden möge nennen,
Im Himmel hat Dich Gott mir anverlobet.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

