16.06.2024, 02:32
In Übersetzung von
Arthur Ernst Rutra, geborener Samuely
1892 - 1942
Die Steppen von Akerman
Ich fuhr hinaus aufs dürre Meer der Steppe, gleich dem Kahn
Zieht tiefe Furchen in der Halme Flut mein schwanker Wagen,
Es rauscht das Gras, die Blumen hör ich an die Planken schlagen,
Und wie Korallenriffe schließen Hecken mir die Bahn.
Es dunkelt und kein Stein zeigt mir den Weg ins Weite an,
Ich blick empor, ein banger Schiffer will die Sterne fragen -
Dort ferne schimmern Wolken, will's im weiten Osten tagen? ...
Der Dniestr blinkt, dort drüben strahlt das Licht von Akerman.
- Bleib stehn!... Wie ist es doch so still!... Den Kranich hör ich ziehn,
Den nicht des kühnen Adlers Flug vermag mehr zu erreichen,
Ich hör den Schmetterling sich leise wiegen und entfliehn.
Und dort in feuchten Gras die Natter winden sich und schleichen...
Da halt ich atemlos mein trunken Ohr der Stille hin - -
Hör ich der Heimat Ruf?... Fahr zu! Fahr zu! kein Laut, kein Zeichen.
.
Arthur Ernst Rutra, geborener Samuely
1892 - 1942
Die Steppen von Akerman
Ich fuhr hinaus aufs dürre Meer der Steppe, gleich dem Kahn
Zieht tiefe Furchen in der Halme Flut mein schwanker Wagen,
Es rauscht das Gras, die Blumen hör ich an die Planken schlagen,
Und wie Korallenriffe schließen Hecken mir die Bahn.
Es dunkelt und kein Stein zeigt mir den Weg ins Weite an,
Ich blick empor, ein banger Schiffer will die Sterne fragen -
Dort ferne schimmern Wolken, will's im weiten Osten tagen? ...
Der Dniestr blinkt, dort drüben strahlt das Licht von Akerman.
- Bleib stehn!... Wie ist es doch so still!... Den Kranich hör ich ziehn,
Den nicht des kühnen Adlers Flug vermag mehr zu erreichen,
Ich hör den Schmetterling sich leise wiegen und entfliehn.
Und dort in feuchten Gras die Natter winden sich und schleichen...
Da halt ich atemlos mein trunken Ohr der Stille hin - -
Hör ich der Heimat Ruf?... Fahr zu! Fahr zu! kein Laut, kein Zeichen.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

