09.05.2024, 12:27
IV.
Siehst du die zarten Halmen auf den Auen,
Bald von der Rosse schwerem Huf' zertreten,
Bald sich im Brand' der Sommersonne röthen,
Bald in des Weges wüstem Staub' ergrauen?
Bald tief und traurig in den Boden schauen,
Wenn Sicheln ihre Kronen niedermähten?
Doch siehst du nun die neuverjüngt erhöhten,
So wie nur frische Regen sie bethauen? -
Mein schwankend Loos vergleich' ich diesen Halmen.
Bald kommen Blicke, die mein ganzes Hoffen,
Bald Worte, die mein tiefstes Herz zermalmen.
Dann will mir jede Lebenslust entschweben,
Doch schnell, von einem milden Blick' getroffen,
Fühl' ich sie neu und stärker sich erheben.
Siehst du die zarten Halmen auf den Auen,
Bald von der Rosse schwerem Huf' zertreten,
Bald sich im Brand' der Sommersonne röthen,
Bald in des Weges wüstem Staub' ergrauen?
Bald tief und traurig in den Boden schauen,
Wenn Sicheln ihre Kronen niedermähten?
Doch siehst du nun die neuverjüngt erhöhten,
So wie nur frische Regen sie bethauen? -
Mein schwankend Loos vergleich' ich diesen Halmen.
Bald kommen Blicke, die mein ganzes Hoffen,
Bald Worte, die mein tiefstes Herz zermalmen.
Dann will mir jede Lebenslust entschweben,
Doch schnell, von einem milden Blick' getroffen,
Fühl' ich sie neu und stärker sich erheben.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

