28.10.2025, 09:49
Übertragung von
Richard Zoozmann
CLXXXVII.
„Wenn zwei sich freun des süßen Spiels der Minne,
Muß jeder wechselnd in Genuß sich senken.
Der muß verweigern und der andre schenken,
Wie grade bei der Arbeit ihm zu Sinne.
Man scheu auch keine Müh, sich zum Gewinne
Das Roß der Lust in gleichem Schritt zu lenken:
Gemeinsam müssen Mann und Weib dran denken,
Zu stürmen keck der Wonnen höchste Zinne!
Und mag auch minder heiß die Frau empfinden,
Sie zeig es nicht, um ihn nicht abzukühlen,
Nein, scheine gleiche Lust wie er zu fühlen.
Sie muß ihn, unter Küssen heiß, umwinden;
Und fühlt sie ihn im letzten Rausch, im schwülen,
So schein auch sie vor Wollust hinzuschwinden.“
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Richard Zoozmann
CLXXXVII.
„Wenn zwei sich freun des süßen Spiels der Minne,
Muß jeder wechselnd in Genuß sich senken.
Der muß verweigern und der andre schenken,
Wie grade bei der Arbeit ihm zu Sinne.
Man scheu auch keine Müh, sich zum Gewinne
Das Roß der Lust in gleichem Schritt zu lenken:
Gemeinsam müssen Mann und Weib dran denken,
Zu stürmen keck der Wonnen höchste Zinne!
Und mag auch minder heiß die Frau empfinden,
Sie zeig es nicht, um ihn nicht abzukühlen,
Nein, scheine gleiche Lust wie er zu fühlen.
Sie muß ihn, unter Küssen heiß, umwinden;
Und fühlt sie ihn im letzten Rausch, im schwülen,
So schein auch sie vor Wollust hinzuschwinden.“
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

