27.06.2025, 01:18
Übertragung von
Richard Zoozmann
CXXVII. Amor und Trügemund.
„Sag, Trügemund, wie’s gutem Brauch gefalle,
Da ich dich eingegliedert nun den Meinen,
Und dir es durch Bestallung will bescheinen,
Daß du der König bist der Schelmen alle:
Trau ich dir oder wär es eine Falle?
Darüber wär ich gern mit dir im reinen,
Daß ich nicht mein Vertrauen muß beweinen,
Suchst du zu schädigen mich mit deiner Kralle.“ –
„Um Gottes Gnade, Herr, hegt kein Bedenken,
Ich halte Treue, falls man mir sie halte,
Ich täusche nicht, wollt Ihr Vertraun mir schenken.“ –
Nun denn,“ sprach Amor, „seines Amtes walte
Und seine richtigen Waffen jeder wähle,
Und dann zur Burg, daß michs nicht länger quäle.“
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Richard Zoozmann
CXXVII. Amor und Trügemund.
„Sag, Trügemund, wie’s gutem Brauch gefalle,
Da ich dich eingegliedert nun den Meinen,
Und dir es durch Bestallung will bescheinen,
Daß du der König bist der Schelmen alle:
Trau ich dir oder wär es eine Falle?
Darüber wär ich gern mit dir im reinen,
Daß ich nicht mein Vertrauen muß beweinen,
Suchst du zu schädigen mich mit deiner Kralle.“ –
„Um Gottes Gnade, Herr, hegt kein Bedenken,
Ich halte Treue, falls man mir sie halte,
Ich täusche nicht, wollt Ihr Vertraun mir schenken.“ –
Nun denn,“ sprach Amor, „seines Amtes walte
Und seine richtigen Waffen jeder wähle,
Und dann zur Burg, daß michs nicht länger quäle.“
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

