08.04.2025, 02:22
Übertragung von
Richard Zoozmann
XCV. Trügemund.
„Viel wackre Heilige hat man sterben sehen
Und ebensoviel wackre heilige Frauen
Ergebnen Sinnes und mit Gottvertrauen,
Und doch in einem farbigen Kleide gehen;
Ja, ihrer Frömmigkeit konnt nichts geschehen!
Doch Hochmut war an ihnen nie zu schauen,
Liebe und Mitleid nur, und ohne Grauen
Sah man sie Martern selbst für Gott bestehen.
Und wollt ichs, könnt ich noch viel andre nennen,
Fast alles Heilige, Männer oder Frauen,
Die heut die Menschen noch als heilig kennen,
Die sich vermählten und auch Kinder zeugten;
Jungfraun und Fraun, die sich in Keuschheit beugten,
Und deren Kleid und Mantel bunt zu schauen.“
.
Richard Zoozmann
XCV. Trügemund.
„Viel wackre Heilige hat man sterben sehen
Und ebensoviel wackre heilige Frauen
Ergebnen Sinnes und mit Gottvertrauen,
Und doch in einem farbigen Kleide gehen;
Ja, ihrer Frömmigkeit konnt nichts geschehen!
Doch Hochmut war an ihnen nie zu schauen,
Liebe und Mitleid nur, und ohne Grauen
Sah man sie Martern selbst für Gott bestehen.
Und wollt ichs, könnt ich noch viel andre nennen,
Fast alles Heilige, Männer oder Frauen,
Die heut die Menschen noch als heilig kennen,
Die sich vermählten und auch Kinder zeugten;
Jungfraun und Fraun, die sich in Keuschheit beugten,
Und deren Kleid und Mantel bunt zu schauen.“
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

