29.08.2024, 07:56
Übertragung von
Richard Zoozmann
LXXIII. Der Verliebte.
So riet mir Trautgesell mit gutem Grunde,
dann ging er ohne noch ein Wort zu sagen.
Ich aber mochte noch nichts rechtes wagen
Vor meinem bittern Feind, dem Lästermunde.
Vorm Trotz empfand ich minder Furcht zur Stunde,
Solang noch Schlaf sein köstlichstes Behagen.
Auch wollte Scham noch nicht die Waffen tragen,
Wie ich gesagt, mit mir im Kampfesbunde.
Doch noch die Furcht war da, die zweifelvolle,
Der schon bei meiner Stimme bang zumute
Die war nicht so, daß sie im Schlafe ruhte,
Sie spielte, scharf die Blume stets beschauend,
Viel strenger, als die andern, ihre Rolle,
Der Wachsamkeit der übrigen mißtrauend.
.
Richard Zoozmann
LXXIII. Der Verliebte.
So riet mir Trautgesell mit gutem Grunde,
dann ging er ohne noch ein Wort zu sagen.
Ich aber mochte noch nichts rechtes wagen
Vor meinem bittern Feind, dem Lästermunde.
Vorm Trotz empfand ich minder Furcht zur Stunde,
Solang noch Schlaf sein köstlichstes Behagen.
Auch wollte Scham noch nicht die Waffen tragen,
Wie ich gesagt, mit mir im Kampfesbunde.
Doch noch die Furcht war da, die zweifelvolle,
Der schon bei meiner Stimme bang zumute
Die war nicht so, daß sie im Schlafe ruhte,
Sie spielte, scharf die Blume stets beschauend,
Viel strenger, als die andern, ihre Rolle,
Der Wachsamkeit der übrigen mißtrauend.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

