28.06.2024, 06:08
Übertragung von
Richard Zoozmann
LVI.
“Dem Seemann gleich, der durch die hohen Wogen
Des Meeres schifft, zu finden ferne Lande,
Folgend dem Nordstern treu am Himmelsrande,
Die Segel luv- und leewärts aufgezogen,
Bald nah, bald fern der Küste kreuzt im Bogen,
Wie Sicherheit es fordert vom Verstande,
Und so, bis guter Wind ihm wird zum Pfande,
Viel Wochen ihm und Monde hingeflogen:
So machs, wer sich mit Amor will vergnügen,
Wenn ohne Huld er seine Herrin findet:
Heut muß er jagen sie und morgen meiden.
Dann sieht er leidend sie und blaß von Zügen,
Als müsse sie den sichern Tod erleiden,
Eh sie an seiner Brust sich selig windet.“
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Richard Zoozmann
LVI.
“Dem Seemann gleich, der durch die hohen Wogen
Des Meeres schifft, zu finden ferne Lande,
Folgend dem Nordstern treu am Himmelsrande,
Die Segel luv- und leewärts aufgezogen,
Bald nah, bald fern der Küste kreuzt im Bogen,
Wie Sicherheit es fordert vom Verstande,
Und so, bis guter Wind ihm wird zum Pfande,
Viel Wochen ihm und Monde hingeflogen:
So machs, wer sich mit Amor will vergnügen,
Wenn ohne Huld er seine Herrin findet:
Heut muß er jagen sie und morgen meiden.
Dann sieht er leidend sie und blaß von Zügen,
Als müsse sie den sichern Tod erleiden,
Eh sie an seiner Brust sich selig windet.“
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

