10.01.2026, 02:33
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CCCV.
O schöne Seele du, erlöst von jenen
Fesseln, die schöner nie Natur gegeben,
Vom Himmel her sieh auf mein dunkles Leben,
Von frohen Bildern wende dich zu Tränen!
Aus deinem Herzen wich das falsche Wähnen,
Das mir einst deiner Augen süßes Weben
Verbittert; nun ganz sicher kannst du heben
Nach mir den Blick, dein Ohr nach meinem Stöhnen.
Den Fels sieh, draus die Sorga springt; verloren
Sieh einen dort bei Gras und Flut, der beide,
Schmerz und Erinnrung, sich zur Kost erkoren.
Dein heimatliches Land, ich wünsch es, meide,
Den Ort, wo unsre Liebe ward geboren,
Daß du nicht siehst, was dir gereicht zum Leide.
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1784 – 1841
CCCV.
O schöne Seele du, erlöst von jenen
Fesseln, die schöner nie Natur gegeben,
Vom Himmel her sieh auf mein dunkles Leben,
Von frohen Bildern wende dich zu Tränen!
Aus deinem Herzen wich das falsche Wähnen,
Das mir einst deiner Augen süßes Weben
Verbittert; nun ganz sicher kannst du heben
Nach mir den Blick, dein Ohr nach meinem Stöhnen.
Den Fels sieh, draus die Sorga springt; verloren
Sieh einen dort bei Gras und Flut, der beide,
Schmerz und Erinnrung, sich zur Kost erkoren.
Dein heimatliches Land, ich wünsch es, meide,
Den Ort, wo unsre Liebe ward geboren,
Daß du nicht siehst, was dir gereicht zum Leide.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

