19.12.2025, 07:18
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CCXCV.
Heimlich in mir sonst pflegten die Gedanken
Von ihrem Gegenstand sich zu befragen:
„Ist Mitleid nah? Bereuet sie ihr Schwanken?
Gedenkt sie unser? Mag sie hoffen? zagen?“
Seit sie die letzte Stund emporgetragen
Aus dieses gegenwärtgen Lebens Schranken,
Sieht sie und hört vom Himmel mein Erkranken;
Von andrer Hoffnung weiß ich nicht zu sagen.
O hohes Wunder! Seel aus bessern Zonen!
O Schönheit, selten, beispiellos erhaben,
Die früh gekehrt, von wo sie ausgegangen;
Da fand für ihren Wert sie Palm und Kronen,
Sie, die auf Erden lichten Ruhmes Gaben
Von ihrer Tugend, meiner Glut empfangen.
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1784 – 1841
CCXCV.
Heimlich in mir sonst pflegten die Gedanken
Von ihrem Gegenstand sich zu befragen:
„Ist Mitleid nah? Bereuet sie ihr Schwanken?
Gedenkt sie unser? Mag sie hoffen? zagen?“
Seit sie die letzte Stund emporgetragen
Aus dieses gegenwärtgen Lebens Schranken,
Sieht sie und hört vom Himmel mein Erkranken;
Von andrer Hoffnung weiß ich nicht zu sagen.
O hohes Wunder! Seel aus bessern Zonen!
O Schönheit, selten, beispiellos erhaben,
Die früh gekehrt, von wo sie ausgegangen;
Da fand für ihren Wert sie Palm und Kronen,
Sie, die auf Erden lichten Ruhmes Gaben
Von ihrer Tugend, meiner Glut empfangen.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

