15.12.2025, 02:04
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CCXCIV.
Sie lebt im Herzen, mir zum Heil ersehen,
Wie hohe Fraun an niedrer Stätte walten:
Nun bin ich, sterblich nicht, nein, tot zu halten,
Sie aber selig durch ihr letztes Gehen.
Der Geist, gestürzt von seines Glückes Höhen,
Amor, beraubt nun seiner Lichtgewalten,
Durch Mitleid könnten Felsen sie zerspalten;
Doch niemand schreibt und nennet ihre Wehen.
Denn innen weinen sie, wo taub die Ohren,
Nur meines nicht, dem solcher Gram beschieden,
Daß mir nichts mehr als Seufzen stehet offen.
Wahrhaftig sind wir Schatten, Staub hienieden,
Wahrhaftig ist der Wille blind geboren,
Wahrhaftig trügerisch ist unser Hoffen.
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1784 – 1841
CCXCIV.
Sie lebt im Herzen, mir zum Heil ersehen,
Wie hohe Fraun an niedrer Stätte walten:
Nun bin ich, sterblich nicht, nein, tot zu halten,
Sie aber selig durch ihr letztes Gehen.
Der Geist, gestürzt von seines Glückes Höhen,
Amor, beraubt nun seiner Lichtgewalten,
Durch Mitleid könnten Felsen sie zerspalten;
Doch niemand schreibt und nennet ihre Wehen.
Denn innen weinen sie, wo taub die Ohren,
Nur meines nicht, dem solcher Gram beschieden,
Daß mir nichts mehr als Seufzen stehet offen.
Wahrhaftig sind wir Schatten, Staub hienieden,
Wahrhaftig ist der Wille blind geboren,
Wahrhaftig trügerisch ist unser Hoffen.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

