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279 Se lamentar augelli, o verdi fronde
#2
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841



CCLXXIX.

Wann Vöglein klagen und in grünen Zweigen
Mit lindem Säuseln Sommerlüftchen beben,
Wann dumpfen Murmelns lichte Wellen steigen
Und um beblümte, frische Ufer weben,

Sitz ich und schreib, in Liebe hingegeben,
Und, die der Himmel uns geruht zu zeigen,
Die Erde barg, seh ich dann noch am Leben
Und fernher meinen Seufzern hold sich neigen.

„Warum ach! vor der Zeit dich so verbluten?“
Spricht sie voll Mitleids. „Warum nur vergießen
Aus trüben Augen schmerzensvolle Fluten?

Nicht klag um mich; ich starb, um zu genießen
Ein ewig Dasein, und in ewgen Gluten
Erschloß mein Aug ich, da ich’s schien zu schließen.“


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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RE: 279 Se lamentar augelli, o verdi fronde - von ZaunköniG - 15.11.2025, 09:42

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