09.10.2025, 09:19
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CCLVII.
Wonach ich seufz und schmacht, auf schönen Wangen
Hing sehnend fest mein Blick, als, wie zu fragen:
„Was denkst du?“ Amor vor mir aufgeschlagen
Die teure Hand, mein anderes Verlangen.
Wie Fisch’ im Netz hing da mein Herz gefangen,
Woraus durch Beispiel gute Werke tagen,
(Die Wahrheit sah mein Sinn nicht vor Behagen)
Wie Vögelein im Leim an Zweigen hangen.
Der Blick doch, dem sein Gegenstand genommen,
Wollte wie träumend sich den Weg bereiten,
Ohn den doch all sein Glück nur unvollkommen.
Die Seele, zwischen beiden Herrlichkeiten,
Fühlte sich wie von Himmelslust beklommen,
Empfand, ich weiß nicht, was für Süßigkeiten.
.
1784 – 1841
CCLVII.
Wonach ich seufz und schmacht, auf schönen Wangen
Hing sehnend fest mein Blick, als, wie zu fragen:
„Was denkst du?“ Amor vor mir aufgeschlagen
Die teure Hand, mein anderes Verlangen.
Wie Fisch’ im Netz hing da mein Herz gefangen,
Woraus durch Beispiel gute Werke tagen,
(Die Wahrheit sah mein Sinn nicht vor Behagen)
Wie Vögelein im Leim an Zweigen hangen.
Der Blick doch, dem sein Gegenstand genommen,
Wollte wie träumend sich den Weg bereiten,
Ohn den doch all sein Glück nur unvollkommen.
Die Seele, zwischen beiden Herrlichkeiten,
Fühlte sich wie von Himmelslust beklommen,
Empfand, ich weiß nicht, was für Süßigkeiten.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

