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194 L'aura gentil, che rasserena i poggi
#2
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841



CXCIV.

Die holde Luft, die rings erhellt die Höhen,
Im schattgen Busch die Blumen ruft ins Leben,
Kenn ich an ihres Atems sanftem Beben,
Durch den ich steigen muß in Ruhm und Wehen.

Um Rast dem müden Herzen zu erspähen,
Flieh ich der Heimatlüfte süßes Weben;
Und such, um Licht dem trüben Sinn zu geben,
Mein Sonnenlicht, und hoff es heut zu sehen;

In dem so viel der Wonn ich werde innen,
Daß Liebe stets mich führt in seine Nähe;
Dann blendet’s so, daß es zu spät zum Fliehen.

Nicht wehr, nur Flügel möcht ich, zu entrinnen;
Doch will der Himmel, daß ich drin vergehe;
Denn fern muß ich verschmachten, nah verglühen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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RE: 194 L'aura gentil, che rasserena i poggi - von ZaunköniG - 11.06.2025, 11:32

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