14.05.2025, 12:08
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CLXXX.
Wohl kannst du, Po, forttragen meine Rinde
Mit deinen reißenden gewaltgen Wogen;
Der Geist jedoch, den jene hält umzogen,
Sorgt nicht, daß dein und andre Kraft ihn binde.
Nicht beugend rechts noch links, zieht er geschwinde
Grad durch die Luft, die seinem Wunsch gewogen;
Hinflatternd nach der goldnen Zweige Bogen,
Bezwingt er Segel, Ruder, Flut und Winde.
Fürstin der andern, stolz erhabne Welle,
Die du der Morgensonne ziehst entgegen
Und fern in Abend lässest schönre Helle,
Du folgst, im Arm mein Irdsches, deinen Wegen;
Das andre kehrt mit Liebesflügel-Schnelle
Zurück auf seiner süßen Heimat Stegen.
.
1784 – 1841
CLXXX.
Wohl kannst du, Po, forttragen meine Rinde
Mit deinen reißenden gewaltgen Wogen;
Der Geist jedoch, den jene hält umzogen,
Sorgt nicht, daß dein und andre Kraft ihn binde.
Nicht beugend rechts noch links, zieht er geschwinde
Grad durch die Luft, die seinem Wunsch gewogen;
Hinflatternd nach der goldnen Zweige Bogen,
Bezwingt er Segel, Ruder, Flut und Winde.
Fürstin der andern, stolz erhabne Welle,
Die du der Morgensonne ziehst entgegen
Und fern in Abend lässest schönre Helle,
Du folgst, im Arm mein Irdsches, deinen Wegen;
Das andre kehrt mit Liebesflügel-Schnelle
Zurück auf seiner süßen Heimat Stegen.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

