26.04.2025, 07:19
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CLXXII.
O Neid, der aller Tugend Fehde schwöret,
Und alles Schöne gern von je bestritten,
Wes Weges bist du in ihr Herz gelitten,
So still? mit welcher Kunst hast du’s betöret?
Mein Heil hast mit der Wurzel du zerstöret,
Zu glücklich ihr gezeigt mich, die mein Bitten,
Mein keusch-demütiges, sonst gern gelitten
Und nun mit Haß und Weigrung, scheint es, höret.
Und wie sie auch mit unhold-strengem Handeln
Mein Glück beklag und lache meiner Klage,
Kann der Gedanken keinen sie mir wandeln.
Ob tausendmal sie töt an einem Tage,
Ich lieb und hoff auf sie doch sonder Wandeln;
Denn Amor tröstet, macht sie, daß ich zage.
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1784 – 1841
CLXXII.
O Neid, der aller Tugend Fehde schwöret,
Und alles Schöne gern von je bestritten,
Wes Weges bist du in ihr Herz gelitten,
So still? mit welcher Kunst hast du’s betöret?
Mein Heil hast mit der Wurzel du zerstöret,
Zu glücklich ihr gezeigt mich, die mein Bitten,
Mein keusch-demütiges, sonst gern gelitten
Und nun mit Haß und Weigrung, scheint es, höret.
Und wie sie auch mit unhold-strengem Handeln
Mein Glück beklag und lache meiner Klage,
Kann der Gedanken keinen sie mir wandeln.
Ob tausendmal sie töt an einem Tage,
Ich lieb und hoff auf sie doch sonder Wandeln;
Denn Amor tröstet, macht sie, daß ich zage.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

