29.05.2024, 06:53
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CVII.
Kein Heil umher, wohin mein Blick sich wendet!
So langen Augenkrieg ich schon erfahre –
Weh mir! Es wird der Schmerz, der unzähmbare,
Das Herz zerstören, dessen Kampf nicht endet!
Fliehn möcht ich, doch der Strahl, den Liebe sendet,
Und den ich Tag und Nacht im Herzen wahre,
Glänzt noch so hell, daß im fünfzehnten Jahre
Er mehr mich, als am ersten Tage blendet.
Sein Nachbild funkelt so in allen Räumen,
Daß ich sein Leuchten seh, wohin ich blicke,
Oder ein gleiches, das aus ihm entspringet.
So grünt ein Lorbeer auf zu tausend Bäumen,
Daß mich mit wunderwürdigem Geschicke
Mein Feind, wo’s sei, in sein Gezweig verschlinget.
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1784 – 1841
CVII.
Kein Heil umher, wohin mein Blick sich wendet!
So langen Augenkrieg ich schon erfahre –
Weh mir! Es wird der Schmerz, der unzähmbare,
Das Herz zerstören, dessen Kampf nicht endet!
Fliehn möcht ich, doch der Strahl, den Liebe sendet,
Und den ich Tag und Nacht im Herzen wahre,
Glänzt noch so hell, daß im fünfzehnten Jahre
Er mehr mich, als am ersten Tage blendet.
Sein Nachbild funkelt so in allen Räumen,
Daß ich sein Leuchten seh, wohin ich blicke,
Oder ein gleiches, das aus ihm entspringet.
So grünt ein Lorbeer auf zu tausend Bäumen,
Daß mich mit wunderwürdigem Geschicke
Mein Feind, wo’s sei, in sein Gezweig verschlinget.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

