15.05.2024, 11:43
Karl Förster
1784 – 1841
XCVIII.
Orso, wohl kann an euer Roß man legen
Gebiß und Zaum, der ab vom Lauf es kehret;
Allein das Herz? Wer bindet’s, wenn geehret
Es sich begehrt, und haßt, was dem entgegen?
Klagt nicht! es bleibt ihm unverkürzt deswegen
Sein Wert doch, ist auch euch das Gehn verwehret;
denn, wie der öffentliche Ruf uns lehret,
Ist’s schon voraus, wie andr’ auch eilen mögen.
Wenn auf dem Kampfplatz nur zu rechten Zeiten
Es ein sich stellt, von waff und Wehr umfangen,
Die Alter, Tugend, Lieb und Blut ihm geben,
Rufend: Mich treibt ein adelig Verlangen
Nebst meinem Herrn, der mich nicht kann begleiten
Und sich verzehrt, daß er muß ferne leben!
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1784 – 1841
XCVIII.
Orso, wohl kann an euer Roß man legen
Gebiß und Zaum, der ab vom Lauf es kehret;
Allein das Herz? Wer bindet’s, wenn geehret
Es sich begehrt, und haßt, was dem entgegen?
Klagt nicht! es bleibt ihm unverkürzt deswegen
Sein Wert doch, ist auch euch das Gehn verwehret;
denn, wie der öffentliche Ruf uns lehret,
Ist’s schon voraus, wie andr’ auch eilen mögen.
Wenn auf dem Kampfplatz nur zu rechten Zeiten
Es ein sich stellt, von waff und Wehr umfangen,
Die Alter, Tugend, Lieb und Blut ihm geben,
Rufend: Mich treibt ein adelig Verlangen
Nebst meinem Herrn, der mich nicht kann begleiten
Und sich verzehrt, daß er muß ferne leben!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

