13.05.2024, 12:20
Karl Förster
1784 – 1841
XCVII.
Wie hast, ach schöne Freiheit, du beim Scheiden
Gezeigt mir, wie so selig war mein Leben
Damals, als mir der erste Pfeil gegeben
Die Wund, an der ich immer werde leiden!
Den Augen ward ihr Weh ein Quell der Freuden,
Daß der Vernunft nicht half ihr Widerstreben,
Weil sie verschmähn der Erde Tun und Weben.
Dazu gewöhnt ich ach! gleich früh die beiden.
Ich darf, wer meines Todes nicht gedenket,
Nicht hören, und nur ihres Namens Süße,
Des lieblich tönenden, ruf’ ich den Lüften.
Das ist’s, wozu mich Liebe spornt und lenket,
Und andern Weg nicht kennen meine Füße,
Noch weiß die Hand, wen sonst sie preis in Schriften.
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1784 – 1841
XCVII.
Wie hast, ach schöne Freiheit, du beim Scheiden
Gezeigt mir, wie so selig war mein Leben
Damals, als mir der erste Pfeil gegeben
Die Wund, an der ich immer werde leiden!
Den Augen ward ihr Weh ein Quell der Freuden,
Daß der Vernunft nicht half ihr Widerstreben,
Weil sie verschmähn der Erde Tun und Weben.
Dazu gewöhnt ich ach! gleich früh die beiden.
Ich darf, wer meines Todes nicht gedenket,
Nicht hören, und nur ihres Namens Süße,
Des lieblich tönenden, ruf’ ich den Lüften.
Das ist’s, wozu mich Liebe spornt und lenket,
Und andern Weg nicht kennen meine Füße,
Noch weiß die Hand, wen sonst sie preis in Schriften.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

