23.12.2025, 08:14
Der Weihnachtsabend in der Heimath
Der Vater fehlt, der sonst den Baum geschmückt;
Sonst, wenn das liebe, schöne Christfest nahte,
Ging mit der Mutter heimlich er zu Rathe
Und hat dann Geld ihr in die Hand gedrückt.
Sie kaufte, was die Kinderschaar entzückt:
Ein Körbchen für Marie vom feinsten Drahte,
Ein Pferd für Karl, die Puppe für Beate –
Wie war die liebe kleine Welt beglückt!
Heut fehlt der Vater – in den Krieg gezogen,
Verwundet in des Kampfes wildem Wogen –
Der gute Vater ist vielleicht schon todt.
Daheim die Seinen aber leiden Noth.
O, wenn Euch strahlt des Christbaums helles Licht,
Vergeßt des braven Kriegers Kinder nicht!
.
Der Vater fehlt, der sonst den Baum geschmückt;
Sonst, wenn das liebe, schöne Christfest nahte,
Ging mit der Mutter heimlich er zu Rathe
Und hat dann Geld ihr in die Hand gedrückt.
Sie kaufte, was die Kinderschaar entzückt:
Ein Körbchen für Marie vom feinsten Drahte,
Ein Pferd für Karl, die Puppe für Beate –
Wie war die liebe kleine Welt beglückt!
Heut fehlt der Vater – in den Krieg gezogen,
Verwundet in des Kampfes wildem Wogen –
Der gute Vater ist vielleicht schon todt.
Daheim die Seinen aber leiden Noth.
O, wenn Euch strahlt des Christbaums helles Licht,
Vergeßt des braven Kriegers Kinder nicht!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

