19.02.2014, 12:58
V.
Der Pilger aus linder Mondnachtkühle
Plötzlich gebannt in Einsamkeit und Schrecken:
Sein Traum des Fieber, seine Wohnung – Decken,
Sein Lebenshauch – der Krankheit Seufzerschwüle.
Die Hand, die zitternd bleiche, rupft am Pfühle,
Das Auge stiert in’s glühe Kohlenbecken,
Und Gegenwart, Zukunft, Vergangnes necken
Rasch wechselnd ihn in höhnischem Gewühle.
So blaßt die Zeit hin. Kämpfer ihm zu Häupten
Sind Tod und Heimweh, wer sein Engel würde?
Und die Genesung, über den Betäubten
Ihr Antlitz neigend, trägt zu Schiff die Bürde.
Bald her um ihn des Radschaums Tropfen stäubten:
Er war gerettet, wie vom Wolf die Hürde.
Der Pilger aus linder Mondnachtkühle
Plötzlich gebannt in Einsamkeit und Schrecken:
Sein Traum des Fieber, seine Wohnung – Decken,
Sein Lebenshauch – der Krankheit Seufzerschwüle.
Die Hand, die zitternd bleiche, rupft am Pfühle,
Das Auge stiert in’s glühe Kohlenbecken,
Und Gegenwart, Zukunft, Vergangnes necken
Rasch wechselnd ihn in höhnischem Gewühle.
So blaßt die Zeit hin. Kämpfer ihm zu Häupten
Sind Tod und Heimweh, wer sein Engel würde?
Und die Genesung, über den Betäubten
Ihr Antlitz neigend, trägt zu Schiff die Bürde.
Bald her um ihn des Radschaums Tropfen stäubten:
Er war gerettet, wie vom Wolf die Hürde.

