14.02.2014, 11:48
II. W. Shakespeare
Du singst Sonetten, drin ich darf mich finden
In meinem Glück, in meinem stillen Leide,
In meinem Schmerz, in meiner lauten Freude
Lebendig darf mich selber wiederfinden.
Was lieben, hassen, suchen, meiden, binden
Ich will ums Herz mir, was ich gönne, neide,
Was fasset rauh mich an, mich weich wie Seide,
Das weißt du künstlich mir zum Kranz zu winden.
Du forschest mich in meinem stillsten Sehnen,
Belauschest mich, wenn lieg’ ich wie im Staube,
Und darf dann weit die Flügel wieder dehnen.
Das hab’ in deinen Liedern ich gefunden,
Und nahm es mir als wie zum süßen Raube,
In so viel leichten, so viel schweren Stunden.
Du singst Sonetten, drin ich darf mich finden
In meinem Glück, in meinem stillen Leide,
In meinem Schmerz, in meiner lauten Freude
Lebendig darf mich selber wiederfinden.
Was lieben, hassen, suchen, meiden, binden
Ich will ums Herz mir, was ich gönne, neide,
Was fasset rauh mich an, mich weich wie Seide,
Das weißt du künstlich mir zum Kranz zu winden.
Du forschest mich in meinem stillsten Sehnen,
Belauschest mich, wenn lieg’ ich wie im Staube,
Und darf dann weit die Flügel wieder dehnen.
Das hab’ in deinen Liedern ich gefunden,
Und nahm es mir als wie zum süßen Raube,
In so viel leichten, so viel schweren Stunden.

