03.03.2026, 09:51
Fatme
Im Thurm die liebumschwebten Lippen sangen:
O, glücklich ist, wer einsam sitzt gefangen.
Nun in der Wonne, die ich süß empfunden,
Kann schwelgen ich die langen stillen Stunden.
Ich war doch treu. Nur hohle Worte klangen,
Sie zum Altar mich wider Willen zwangen;
Nie haben Achmets Arme mich umwunden,
Nur Priesterwort hat mich mit ihm verbunden.
Doch auch erzwungnen Schwur nicht sollt ich brechen;
Die Welt hat Recht, sie kann es grausam rächen,
Und schon den Armen ja birgt Erdenkühle,
Und mich in Raum, der kaum zehn Schritt umspannet,
Der strenge Wille des Gebieters bannet.
Doch in mir rein und schuldlos ich mich fühle.
.
Im Thurm die liebumschwebten Lippen sangen:
O, glücklich ist, wer einsam sitzt gefangen.
Nun in der Wonne, die ich süß empfunden,
Kann schwelgen ich die langen stillen Stunden.
Ich war doch treu. Nur hohle Worte klangen,
Sie zum Altar mich wider Willen zwangen;
Nie haben Achmets Arme mich umwunden,
Nur Priesterwort hat mich mit ihm verbunden.
Doch auch erzwungnen Schwur nicht sollt ich brechen;
Die Welt hat Recht, sie kann es grausam rächen,
Und schon den Armen ja birgt Erdenkühle,
Und mich in Raum, der kaum zehn Schritt umspannet,
Der strenge Wille des Gebieters bannet.
Doch in mir rein und schuldlos ich mich fühle.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

