15.12.2025, 02:03
Aphrodite
Das Wasser lieh mir seine dichte Hülle,
Als ich noch schlummernd lag im Meeresschaume;
Es war, ihr wißt es, Götter, nicht mein Wille,
Herauf zu steigen zu des Aethers Raume.
Wie lieblich quoll der Welle weiche Fülle
Um meine Schwanenbrust, und wie im Traume,
Genoß ich süß balsamisch duftge Stille
Dort unter dem krystallnen Flutensaume.
Hier im Olymp und auf der Menschen Erde
Von Zwist, wie der in Asche Ilion legte,
Durch Götterneid bedroht ich ewig werde.
Drum Liebe zu den Wellen fort ich hegte;
Und wo ich Künstlerphantasie anregte,
Sieht man mich meist in badender Geberde
.
Das Wasser lieh mir seine dichte Hülle,
Als ich noch schlummernd lag im Meeresschaume;
Es war, ihr wißt es, Götter, nicht mein Wille,
Herauf zu steigen zu des Aethers Raume.
Wie lieblich quoll der Welle weiche Fülle
Um meine Schwanenbrust, und wie im Traume,
Genoß ich süß balsamisch duftge Stille
Dort unter dem krystallnen Flutensaume.
Hier im Olymp und auf der Menschen Erde
Von Zwist, wie der in Asche Ilion legte,
Durch Götterneid bedroht ich ewig werde.
Drum Liebe zu den Wellen fort ich hegte;
Und wo ich Künstlerphantasie anregte,
Sieht man mich meist in badender Geberde
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

