Gestern, 02:05
Lenzkirche
Zum Tempel nicht, wo Kerz’ und Weihrauch qualmen
Im Prachtgewölb’ von fühllos harten Steinen,
Wo Priester sich und Beter kalt vereinen
Und Orgentöne donnern stolze Psalmen
Mich zieht’s hinaus! Schon streun’ die Weiden Palmen,
Messias Lenz will neu der Welt erscheinen,
Vom Aether überwölbt, dem blauen, reinen,
Beut seinem Fuß ein Teppich sich von Halmen.
Ich knie’ im Geist! Die Arme muß ich breiten,
Als wollt ich liebend eine Welt umfah’n
Und Thränen perlen rieseln auf den Grund.
Wie weht dein Odem, Ewger, sanft von Weiten,
Ich fühle deines heil’gen Geistes Nah’n,
Und Vater unser stammelt Kindesmund!
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Zum Tempel nicht, wo Kerz’ und Weihrauch qualmen
Im Prachtgewölb’ von fühllos harten Steinen,
Wo Priester sich und Beter kalt vereinen
Und Orgentöne donnern stolze Psalmen
Mich zieht’s hinaus! Schon streun’ die Weiden Palmen,
Messias Lenz will neu der Welt erscheinen,
Vom Aether überwölbt, dem blauen, reinen,
Beut seinem Fuß ein Teppich sich von Halmen.
Ich knie’ im Geist! Die Arme muß ich breiten,
Als wollt ich liebend eine Welt umfah’n
Und Thränen perlen rieseln auf den Grund.
Wie weht dein Odem, Ewger, sanft von Weiten,
Ich fühle deines heil’gen Geistes Nah’n,
Und Vater unser stammelt Kindesmund!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

