13.03.2026, 09:42
Der Tempel
Dort hockt er, vor den Stufen hingekauert.
Der alte Tempel ist ihm eingestürzt,
Die Säulen barsten und die Brüstung schürzt
nur Efeu, der den kalten Stein betrauert.
Sein Gott, auf eine klare Form verkürzt,
hat seinen letzten Sturm nicht überdauert
und in jeder Mauernische lauert
ihm die Flammenschrift. Ein Dämon würzt
die Luft mit Asche. Kalt und abgefeimt
versucht er sich vorm rauhen Wind zu schützen,
doch aus spiegelblanken Regenpfützen
leuchten heiter wilde Heckenrosen.
Schau hin: In zarten Blüten, weichen Moosen
scheint die Gottheit wieder auf und keimt.
Dort hockt er, vor den Stufen hingekauert.
Der alte Tempel ist ihm eingestürzt,
Die Säulen barsten und die Brüstung schürzt
nur Efeu, der den kalten Stein betrauert.
Sein Gott, auf eine klare Form verkürzt,
hat seinen letzten Sturm nicht überdauert
und in jeder Mauernische lauert
ihm die Flammenschrift. Ein Dämon würzt
die Luft mit Asche. Kalt und abgefeimt
versucht er sich vorm rauhen Wind zu schützen,
doch aus spiegelblanken Regenpfützen
leuchten heiter wilde Heckenrosen.
Schau hin: In zarten Blüten, weichen Moosen
scheint die Gottheit wieder auf und keimt.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

