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Dürre und Raupenfraß
#1
Dürre und Raupenfraß

Zu des Parnassos steilen Wolkenhöhen
Kein Sterblicher kann Zugang je erringen,
Trägt nicht der Genius auf Adlerschwingen
Zum Gipfel ihn, wo Götterlüfte wehen.

Denn diamant’ne Mauern ringsum stehen,
Von Kraft und Weisheit nimmer zu durchdringen,
Orakelstimmen ernst und warnend klingen,
Kein Sturm erzwingt den Eingang und kein Flehen.

Castalia’s Quell fließt durch das Steingehege;
Wenn er versiegt – es tritt zuweilen ein –
Läßt er den Durchgang in der Mauer offen.

Dann schleicht Gezücht auf diesem Hinterwege,
Die Bücherwürmer, in den heil’gen Hain,
Der bald vom Lorbeer-Raupenfraß betroffen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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