26.05.2026, 09:58
Das Sonett
O Zaubernetz aus vierzehn goldnen Schlingen!
Woselbst, von Lust gelockt und von Verlangen,
Im seidnen Kerker Fantasie befangen,
So zarte Tön’ und hohe pflegt zu singen!
Wie gern verwirr ich mich mit diesen Schwingen
In deiner Fäden farbeglänzend Prangen,
Die, wie sie mich im leichten Spiel umschlangen,
Mich anmutsvoll, von selbst dem Netz entringen:
Laß immerhin vom Pöbel dich verhöhnen
Laß immerhin die große Schar der Affen
Ihr geistlos Spiel mit deinen Knoten treiben;
Mir wirst du stets ein Sitz voll Schattens bleiben,
Und jene Welt, die sich der Geist geschaffen,
Vertrau ich dir in meinen deutschen Tönen.
.
O Zaubernetz aus vierzehn goldnen Schlingen!
Woselbst, von Lust gelockt und von Verlangen,
Im seidnen Kerker Fantasie befangen,
So zarte Tön’ und hohe pflegt zu singen!
Wie gern verwirr ich mich mit diesen Schwingen
In deiner Fäden farbeglänzend Prangen,
Die, wie sie mich im leichten Spiel umschlangen,
Mich anmutsvoll, von selbst dem Netz entringen:
Laß immerhin vom Pöbel dich verhöhnen
Laß immerhin die große Schar der Affen
Ihr geistlos Spiel mit deinen Knoten treiben;
Mir wirst du stets ein Sitz voll Schattens bleiben,
Und jene Welt, die sich der Geist geschaffen,
Vertrau ich dir in meinen deutschen Tönen.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

