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Der Sturm der Nacht
#1
Der Sturm der Nacht

Der nächt’ge Sturm umschreit mein einsam Haus,
Er packt mit hartem Griff die Fensterladen
Und stößt sie auf, - der ersten Träume Faden
Zerreißt, - ich schaue in die Nacht hinaus.

Mir ist, als sähe ich im Wirbelbraus
Zwei Frauen auf den blattverwehrten Pfaden,
Die wilde Tänze in dem Mondlich baden, -
Dann löscht den Spuk ein Schatten plötzlich aus.

Ein Rauschen kommt, es schlagen schwere Tropfen
Gleich Hämmern auf den Boden, dumpf und hohl,
Sie rinnen weinend nieder von den Zweigen.

das ist, als ob viel tausend Herzen klopfen,
Und alle diese Herzen kenn ich wohl,
Und alle diese Tränen sind mein eigen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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