Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kunisch, Richard: Zu deinen Füßen möcht’ ich ewig liegen
#1
Richard Kunisch
1828 - 1885

Zu deinen Füßen möcht’ ich ewig liegen,
Und die Gefühle, die im Herzen walten,
In stiller Andacht dann zum Lied gestalten,
Das aus dem Staub hinauf zu dir gestiegen.

Und wenn die Verse träumerisch sich wiegen,
Dann möcht’ ich betend deines Kleides Falten
Zu heil’ger Weihe an die Lippen halten,
Bis alle frühern Weisen in mir schwiegen.

Was immer mich in Andrer Mitte quäle,
Vergessen wollt’ ich es zu deinen Füßen,
Die ich zum Altar meinem Herzen wähle.

Nur dir, o Heil’ge, sollte sich erschließen
Das dunkle Heiligthum der Menschenseele,
Auf deine Hand die erste Thräne fließen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste
Forenfarbe auswählen: