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Schlangenblut
#1
Schlangenblut

So hattest du denn doch in dir die Schlange,
Die ich verachten muß! Um es zu wissen,
Hab ich dich oft aus deinem Schlaf gerissen
Und neckte dich mit einem Rütlein, bange,

Ich hätte einst dein Bild zu rein umrissen.
Du lagst in dir versteckt an deinem Hange
Und, statt zu warnen in erzürntem Drange,
Hast du mich hinten in den Fuß gebissen.

Ich hinkte lange mit gebrochnem Mute,
Und du, o Weib, du hast uns allen zweien
Geschadet. Mit dem Gift, das in dir ruhte,

Mußtest du Glück aus deinem Herzen speien.
Ich aber bade jetzt in deinem Blute,
Um mir die Haut zu hürnen und zu feien.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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