28.10.2025, 09:50
Qualen
Vor einem Jahre hielt ich's in den Händen:
Dein Herz mit einem tiefen Spalt inmitten,
Den deine jähe Gierde dir geschnitten.
Wir sahn uns an, wie wir die Qualen wenden.
Du fragtest mich mit scheu verhaltnen Bitten,
Mich drückte all der Kummer an den Wänden.
Auch ich sah Lippen, die bereit sich fänden,
Mir wohlzutun für das, was ich gelitten.
Da gingst du wieder und mit dir die Stunde,
Wo es noch Zeit war, daß ich Risse heile.
Bald wuchs die alte Liebe aus der Wunde.
Zu spät. Du hattest nach dem andern Eile.
Und weil mein Mund stumm blieb in der Sekunde,
Spiel ich mitunter Fangball mit dem Beile.
Vor einem Jahre hielt ich's in den Händen:
Dein Herz mit einem tiefen Spalt inmitten,
Den deine jähe Gierde dir geschnitten.
Wir sahn uns an, wie wir die Qualen wenden.
Du fragtest mich mit scheu verhaltnen Bitten,
Mich drückte all der Kummer an den Wänden.
Auch ich sah Lippen, die bereit sich fänden,
Mir wohlzutun für das, was ich gelitten.
Da gingst du wieder und mit dir die Stunde,
Wo es noch Zeit war, daß ich Risse heile.
Bald wuchs die alte Liebe aus der Wunde.
Zu spät. Du hattest nach dem andern Eile.
Und weil mein Mund stumm blieb in der Sekunde,
Spiel ich mitunter Fangball mit dem Beile.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

