28.01.2026, 09:06
Auge und Mund
Des Menschen Höchstes liegt im Aug’ und Munde;
Mit jenem er Gedanken an sich ziehet,
Und diesem tiefer Rede Sinn erblühet;
Mit beiden steht der Geist in inngem Bunde.
Der Mund leiht Ausdruck in erregter Stunde
Dem, was den Busen dunkel erst durchglühet;
Und was das Auge lebend vor sich siehet,
Zeugt wahrer, als durchs Ohr vernommne Kunde.
Allein das Auge nicht bloß forschend dringet,
Tief in Natur und Seele klar zu lesen;
Auch seelenvoller, als je Wort erklinget,
Enthüllend strahlend es das eigne Wesen.
Der Schatz, den es in dieser Kraft bewahret,
Hat niemand, so wie mir, sich offenbaret.
.
Des Menschen Höchstes liegt im Aug’ und Munde;
Mit jenem er Gedanken an sich ziehet,
Und diesem tiefer Rede Sinn erblühet;
Mit beiden steht der Geist in inngem Bunde.
Der Mund leiht Ausdruck in erregter Stunde
Dem, was den Busen dunkel erst durchglühet;
Und was das Auge lebend vor sich siehet,
Zeugt wahrer, als durchs Ohr vernommne Kunde.
Allein das Auge nicht bloß forschend dringet,
Tief in Natur und Seele klar zu lesen;
Auch seelenvoller, als je Wort erklinget,
Enthüllend strahlend es das eigne Wesen.
Der Schatz, den es in dieser Kraft bewahret,
Hat niemand, so wie mir, sich offenbaret.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

