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Herbst und Winter
#1
Herbst und Winter

Der Herbstwind kalt durch Berg’ und Fluren pfeifet
Und ab das letzte Laub den Bäumen streifet;
Mein flatternd Haar die freie Stirne fliehet,
Die doch von Schweiß in großen Tropfen glühet.

Mit jedem Jahr ins Leen tiefer greifet
Die Zeit, die nicht vom graden Weg abschweifet;
Wenn Lenz und Sommer kaum sind hingeblühet,
Schon Herbst und Winter rasselnd ein auch ziehet.

Und beiden gleicht der Bau jetzt meiner Glieder,
Es bleichen allgemach die bunten Haare,
Der Nacken widerstrebt der Last der Jahre,

Die ihn gewaltsam drücket knechtisch nieder.
Nur Eines wächst: das eisenfeste Tragen,
Wenn Schicksalsfluthen schwer zusammen schlagen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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