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Gegenliebe
#1
Gegenliebe

Die Liebe nährt sich wohl von Gegenliebe,
Doch wächst auch, wenn ihr diese Nahrung fehlet;
Sie nicht Erreichbares, nicht Glück sich wählet,
Stammt, selbst sich unbewußt, aus dunklem Triebe.

Wenn ihr auch nichts, als ihre Sehnsucht bliebe,
Sie nie die reichvergoßnen Thränen zählet,
Mit süßer Lust ist doch ihr Schmerz vermählet,
Wie Luna’s Schimmer blickt durch Wolkentrübe.

Nur Wenigen des Busens Stärke quillet,
Des Liebesglückes Sonnenschein zu tragen,
Und diesen immer Gegenliebe blühet,

Denn Himmelsglut an Himmelsglut erglühet;
Die Meisten nur gedeihn im Morgentagen,
Von trübendem Gewölke bald umhüllet.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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