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Die Weinrebe
#1
Die Weinrebe

Die Rebe leicht die Wurzel nur vertrauet
Dem Boden, sie den Lüften angehöret,
Und von des Himmels Perlenquell umthauet,
Aus nacktem Stein emporwächst ungestöret.

Wenn auch das Alter schon das Haupt umgrauet,
Ihr glühnder Saft noch leichten Sinn bethöret;
Denn wie sie rankend nach dem Gipfel schauet,
So sprudelnd, Sinn und Brust der Wein empöret.

Der Rebe Locken ähnlich, schäumend steigen
In wahrheitgleichen, lichterhellten Träumen
Empor die glutbegeisterten Gedanken,

Und sind, enthebend sich der Erden Schranken,
Dort oben in den sternbesäten Räumen
Dem Menschen seines Aetherdaseins Zeugen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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