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Die stillen Nächte
#1
Die stillen Nächte

Ich wandre oftmals durch die stillen Nächte,
Wenn längst schon ruhn der Sterblichen Geschlechte;
Denn Sehnsucht brennend mich nach ihr verzehret,
Die Ruhe nie zugleich und mich entbehret.

Sie Wunsch nie hegt, der mich nicht nah ihr brächte,
Und meine Nähe ihre Ruh nie schwächte;
Da sie, was ihr erreichbr ist, begehret,
Sich der Erfüllung Schale nie ihr leeret.

Ich aber blicke zu den nächtgen Sternen
Und meine leisen Seufzer still sie fragen,
Wenn so ich Fuß vor Fuß geduldig setze:

Kommt je mir Lohn aus euren lichten Fernen?
Dann klar mir ihre Strahlenblicke sagen:
An unserm Anblick dich im Dulden letze!


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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