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Alter
#1
Alter

O bitterste und schwerste Pein des Lebens,
Wenn uns das Alter schleichend übermannt,
Das Auge trüb’, unsicher wird die Hand
Und alle Kraft des Wollens, ach! vergebens!

So nah’ am Ziele langen, ernsten Strebens
Erliegt, von unsichtbarer Macht gebannt,
Der Mensch, der himmelstürmende Gigant,
Dem schnöden Spotte des sich Ueberlebens.

Nein, spottet nicht! Beweint die engen Schranken,
Die jedes Menschengeistes Kraft gesteckt,
Wenn irgend etwas, ist’s der Thräne werth!

Und du, gieb, ew’ger Vater der Gedanken,
Deß Geisteshauch zu Thaten sie erweckt:
„Nicht bis zur Hefe sei der Kelch geleert!“



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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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