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Rime 090. I' mi son caro assai più ch'i' non soglio
#1
I’ mi son caro assai più ch’i’ non soglio;
poi ch’i’ t’ebbi nel cor più di me vaglio,
come pietra c’aggiuntovi l’intaglio
è di più pregio che ’l suo primo scoglio.

  O come scritta o pinta carta o foglio
più si riguarda d’ogni straccio o taglio,
tal di me fo, da po’ ch’i’ fu’ berzaglio
segnato dal tuo viso, e non mi doglio.

  Sicur con tale stampa in ogni loco
vo, come quel c’ha incanti o arme seco,
c’ogni periglio gli fan venir meno.

  I’ vaglio contr’a l’acqua e contr’al foco,
col segno tuo rallumino ogni cieco,
e col mie sputo sano ogni veleno.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
In Übersetzung von
Sophie Hasenclever



Ich bin jetzt vor mir selbst an Werth gestiegen,
Bin lieber mir, seit dich mein Herze hegt;
So wird erst auf den Stein ein Werth gelegt,
Wenn ihn der Künstler formt' mit edlen Zügen.

Und wie der Blick am Blatt sich mag vergnügen
Mit Schrift und Bild geziert, nach dem nicht frägt,
Das leer und kalt, so kann erst, seit geprägt
In meinen Geist dein Bild, ich mir genügen.

Als wären Zauber, wären Waffen mein,
So zieh' ich, ohne dass Gefahr mich trifft,
Mit solchen Schutzbrief aus nach allen Winden;

Stark gegen Feu'r und Wasser werd' ich sein,
Mit meinem Hauche tilg' ich jedes Gift,
Und mache sehend durch dein Bild die Blinden.


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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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