21.12.2025, 07:56
Der schlaue Freund
In Freundesmaske, einer meisterlichen,
Gabst du Gehör dem Klagen meiner Kranken,
Die schon im jähen Mutterleib zu schwanken
Geboren war. Ach, als sie mir entwichen,
Gab ich sie frei, in Angst, sie könnte wanken.
Du lauertest, bis eine Zeit verstrichen,
Hast Trennungsweh dann mit Verrat umschlichen.
Hätt ich's gewußt, lägst du mit starren Flanken.
Nun sitzt an deinem Tisch ein stummer Schatten
Und wird dir die gestohlne Freude töten,
Gehst du die Freundschaft hinterrücks bestatten,
Wirst du unsicher in der Brust erröten.
Dir folgt mein Blick und wird dein Herz abmatten.
Aufstöhnen wirst du noch in Todesnöten.
In Freundesmaske, einer meisterlichen,
Gabst du Gehör dem Klagen meiner Kranken,
Die schon im jähen Mutterleib zu schwanken
Geboren war. Ach, als sie mir entwichen,
Gab ich sie frei, in Angst, sie könnte wanken.
Du lauertest, bis eine Zeit verstrichen,
Hast Trennungsweh dann mit Verrat umschlichen.
Hätt ich's gewußt, lägst du mit starren Flanken.
Nun sitzt an deinem Tisch ein stummer Schatten
Und wird dir die gestohlne Freude töten,
Gehst du die Freundschaft hinterrücks bestatten,
Wirst du unsicher in der Brust erröten.
Dir folgt mein Blick und wird dein Herz abmatten.
Aufstöhnen wirst du noch in Todesnöten.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

