07.12.2025, 03:12
Der andre Marmor
Du hast den Stein, den Marmorstein mißachtet,
In den mein Meißel Bild um Bild geschrieben
Von unserm lust- und leidbewegten Lieben,
Hast ihn zuletzt mit kaltem Neid betrachtet,
Als wäre meine Liebe drin geblieben.
So war dein nimmersattes Herz umnachtet.
Der weiße Stein hat deinen Haß verachtet
Und über Nacht ein neues Bild getrieben.
Wohl ist es anders als in jenen Zeiten,
Da süße Freuden uns im Innern blühten.
Auch noch im Grausen will der Meißel gleiten
Und Qualen zwingen, die mich fast verglühten.
Und was die stillen Mächte mir bereiten,
Will ich vor der Vergänglichkeit behüten.
Du hast den Stein, den Marmorstein mißachtet,
In den mein Meißel Bild um Bild geschrieben
Von unserm lust- und leidbewegten Lieben,
Hast ihn zuletzt mit kaltem Neid betrachtet,
Als wäre meine Liebe drin geblieben.
So war dein nimmersattes Herz umnachtet.
Der weiße Stein hat deinen Haß verachtet
Und über Nacht ein neues Bild getrieben.
Wohl ist es anders als in jenen Zeiten,
Da süße Freuden uns im Innern blühten.
Auch noch im Grausen will der Meißel gleiten
Und Qualen zwingen, die mich fast verglühten.
Und was die stillen Mächte mir bereiten,
Will ich vor der Vergänglichkeit behüten.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

