05.12.2025, 08:19
Das Bleibende
Von dem, was Dichter voll Begeistrung sangen,
Was sie in freier Rede Fluß geschrieben,
Ist Weniges nur bis auf uns geblieben,
Unendliches ist unter längst gegangen.
Kann keine Dauer Geisteswerk erlangen,
Kann Geisteskraft auch nie in Nichts zerstieben,
Das Werk ist Blüthe nur, die sie getrieben;
Die welkt, ihr bleibt ihr strebendes Verlangen.
Wohin die körperlose einst entschwebet,
Ist zwar in ewgen Dunkels Nacht gehüllet;
Doch daß sie aufwärts nicht vergebens strebet,
Verbürgt die Glut, die hier schon in ihr lebet.
An neuem Stoffe sie die Sehnsucht stillet,
Und neuer Born ihr hehren Fühlens quillet.
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Von dem, was Dichter voll Begeistrung sangen,
Was sie in freier Rede Fluß geschrieben,
Ist Weniges nur bis auf uns geblieben,
Unendliches ist unter längst gegangen.
Kann keine Dauer Geisteswerk erlangen,
Kann Geisteskraft auch nie in Nichts zerstieben,
Das Werk ist Blüthe nur, die sie getrieben;
Die welkt, ihr bleibt ihr strebendes Verlangen.
Wohin die körperlose einst entschwebet,
Ist zwar in ewgen Dunkels Nacht gehüllet;
Doch daß sie aufwärts nicht vergebens strebet,
Verbürgt die Glut, die hier schon in ihr lebet.
An neuem Stoffe sie die Sehnsucht stillet,
Und neuer Born ihr hehren Fühlens quillet.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

