H. P. Lovecraft
1890 - 1937 USA
Fungi from Yuggoth
XX. Night-Gaunts
Out of what crypt they crawl, I cannot tell,
But every night I see the rubbery things,
Black, horned, and slender, with membraneous wings,
And tails that bear the bifid barb of hell.
They come in legions on the north wind’s swell,
With obscene clutch that titillates and stings,
Snatching me off on monstrous voyagings
To grey worlds hidden deep in nightmare’s well.
Over the jagged peaks of Thok they sweep,
Heedless of all the cries I try to make,
And down the nether pits to that foul lake
Where the puffed shoggoths splash in doubtful sleep.
But oh! If only they would make some sound,
Or wear a face where faces should be found!
Vielen Dank auch an dieser Stelle für die Entdeckung Lovecrafts.
Soweit ich das mit meinen mäsigen Englischkenntnissen beurteilen kann,
ist Deine Nachdichtung sehr nah am Original. Das geht gerne mal auf Kosten einer sauberen lyrischen Form. Ich kenne das nur zu gut.
Wo man Kompromisse macht ist natürlich ein Stück weit Geschmackssache. Ich persönlich tendiere, je länger ich schreibe, ein flüssies Metrum höher zu gewichten als den sauberen Reim. Aber gerade bei diesem Sonett, wäre ein flüssigeres Metrum relativ leicht ohne große Zugeständnisse am Inhalt zu haben. Ich erlaube mir mal einen Vorschlag, wie man die Verse etwas glätten kann:
Weiß nicht aus welcher Gruft, doch jede Nacht
Werd ich verfolgt von Gummidingen,
Tiefschwarz, gehörnt und dürr, mit häut'gen Schwingen,
Mit Hakenschwänzen von der Höll' erdacht,
In Legionen nordwindangefacht,
Mich stechend kitzelnd greifend und bespringend,
Mich fort auf fürchterliche Reisen bringend
Zu grauen Welten tief im Albtraumschacht.
Über die Gipfel Thoks verschleppt man mich
Achtlos, wie ich auch weine oder fleh’,
In niederen Abgrund zum faulen See.
Im Unschlaf die Schoggothen winden sich.
Oh, machten sie doch ein Geräusch! Und ein
Gesicht wär' dort, wo ein Gesicht sollt’ sein!
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1890 - 1937 USA
Fungi from Yuggoth
XX. Night-Gaunts
Out of what crypt they crawl, I cannot tell,
But every night I see the rubbery things,
Black, horned, and slender, with membraneous wings,
And tails that bear the bifid barb of hell.
They come in legions on the north wind’s swell,
With obscene clutch that titillates and stings,
Snatching me off on monstrous voyagings
To grey worlds hidden deep in nightmare’s well.
Over the jagged peaks of Thok they sweep,
Heedless of all the cries I try to make,
And down the nether pits to that foul lake
Where the puffed shoggoths splash in doubtful sleep.
But oh! If only they would make some sound,
Or wear a face where faces should be found!
(16.04.2026, 13:54)der-sonetten-onkel@gmx.de schrieb: XX. Die Nacht-Dürren
Weiß nicht aus welcher Gruft, doch jede Nacht
Werd heimgesucht ich von Gummidingen,
Schwarz, gehörnt und dürr, mit häut'gen Schwingen,
Widerhakenschwänzen höllenerdacht,
In Legionen nordwindangefacht,
Mich stechend kitzelnd greifend, bespringend,
Mich fort auf gräßlichen Reisen bringend
Zu grauen Welten tief im Albtraumschacht.
Über die Gipfel von Thok schleppt man mich
Achtlos, wie ich auch weine oder fleh’,
In niederen Abgrund zum faulen See,
Wo im Unschlaf Schoggothen winden sich.
Oh, machten sie doch ein Geräusch! Und ein
Gesicht wär' dort, wo ein Gesicht sollt’ sein!
Vielen Dank auch an dieser Stelle für die Entdeckung Lovecrafts.
Soweit ich das mit meinen mäsigen Englischkenntnissen beurteilen kann,
ist Deine Nachdichtung sehr nah am Original. Das geht gerne mal auf Kosten einer sauberen lyrischen Form. Ich kenne das nur zu gut.
Wo man Kompromisse macht ist natürlich ein Stück weit Geschmackssache. Ich persönlich tendiere, je länger ich schreibe, ein flüssies Metrum höher zu gewichten als den sauberen Reim. Aber gerade bei diesem Sonett, wäre ein flüssigeres Metrum relativ leicht ohne große Zugeständnisse am Inhalt zu haben. Ich erlaube mir mal einen Vorschlag, wie man die Verse etwas glätten kann:
Weiß nicht aus welcher Gruft, doch jede Nacht
Werd ich verfolgt von Gummidingen,
Tiefschwarz, gehörnt und dürr, mit häut'gen Schwingen,
Mit Hakenschwänzen von der Höll' erdacht,
In Legionen nordwindangefacht,
Mich stechend kitzelnd greifend und bespringend,
Mich fort auf fürchterliche Reisen bringend
Zu grauen Welten tief im Albtraumschacht.
Über die Gipfel Thoks verschleppt man mich
Achtlos, wie ich auch weine oder fleh’,
In niederen Abgrund zum faulen See.
Im Unschlaf die Schoggothen winden sich.
Oh, machten sie doch ein Geräusch! Und ein
Gesicht wär' dort, wo ein Gesicht sollt’ sein!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

