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Die Schau
#1
Die Schau

Noch immer glüht dein Mund wie eine Frucht,
Von einem goldnen Messer zart gespalten.
Ich kann den meinigen daran entfalten:
Du hast den Mund, den ich so lang gesucht.

Nun meine Hände dich für immer halten,
Bin ich vor ihm mitunter auf der Flucht,
Damit sein Rot mich nicht so viel versucht,
Sehnsüchte im Genusse nicht erkalten.

Ich schaue dich erfüllt wie hinter Glas,
Und feine Kräfte, angefeuert, rinnen
Mit einem Dufte wie von Sommergras

Mit tief geheimnisvoller Glut nach innen.
Ich darf ein Bild, an dem die Zeit genas
Und das durch ihr Verfließen glänzt, gewinnen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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