21.11.2025, 07:23
Unmögliches Verlangen
O wärst du wieder, wie du in den Jahren
Der Liebe warst: ein Spiegel ohne Flecken!
Du brauchtest dich vor mir nicht zu verstecken
Und schimmertest im Glanz von deinen Haaren.
Mit beiden Händen wollt ich dich bedecken,
Mein Bild so rein in deinem großen, klaren
Aufblick erschaun und, die versunken waren,
Die Stunden frühen Glückes wieder wecken.
Ich möchte dich an deinen Händen fassen
Und an mich ziehn im alten, süßen Bangen
Uns müßte sie erkaltet sinken lassen:
Der Tau auf deinem Kranze ist vergangen.
Da, wo ich lieben möchte, muß ich hassen,
Und vor entweihtem Mund stirbt mein Verlangen.
O wärst du wieder, wie du in den Jahren
Der Liebe warst: ein Spiegel ohne Flecken!
Du brauchtest dich vor mir nicht zu verstecken
Und schimmertest im Glanz von deinen Haaren.
Mit beiden Händen wollt ich dich bedecken,
Mein Bild so rein in deinem großen, klaren
Aufblick erschaun und, die versunken waren,
Die Stunden frühen Glückes wieder wecken.
Ich möchte dich an deinen Händen fassen
Und an mich ziehn im alten, süßen Bangen
Uns müßte sie erkaltet sinken lassen:
Der Tau auf deinem Kranze ist vergangen.
Da, wo ich lieben möchte, muß ich hassen,
Und vor entweihtem Mund stirbt mein Verlangen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

