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Dein Antlitz, Abend, kann ich nicht vergessen.
#1
Dein Antlitz, Abend, kann ich nicht vergessen.
Du bist verdammt, urtief in mir zu leben;
denn alles muss mir seine Seele geben,
was ich nur einen Augenblick besessen.

Ihr Wolken, Winde! Träumende Zypressen!
Ich will euch gerne stille Wohnung geben.
In meinem Innern mögt ihr weiterweben:
dies Reich ist weit und niemand wird's ermessen.

Und manchmal, Abend, wenn du still erscheinest
und in dein grauses Pilgerlinnen weinest:
o dann ergreif die dargebotne Hand!

Ob dunkler Schmerz auf deinen Lippen träumet,
ob Purpurröte deine Stirne säumet:
ich fühle mit, ich bin mit dir verwandt.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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